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Musical „Titanic“ im TfN: Eine bewegende Geschichte über Hoffnung und Ungleichheit beeindruckt Schülerinnen und Schüler der G8
Am 06.05.2026 besuchte unsere Klasse mit unserer Musiklehrerin Frau Wedekind und unserem Klassenlehrer Herrn Grewe das Musical „Titanic“ im Theater für Niedersachsen in Hildesheim. Das Stück handelt vom Untergang der Titanic im Jahr 1912. Dabei wird nicht nur die bekannte Katastrophe gezeigt, sondern auch das Leben der Menschen an Bord lebendig dargestellt und zum Leben erweckt: Man fühlt sich der Geschichte und den Schicksalen der Personen besonders nah.
Besonders beeindruckend war die zu den Geschehnissen auf der Bühne perfekt passende Musik. Sie war besonders in den spannenden Szenen kraftvoller und dramatisch sowie durch plötzliche Dynamikwechsel fesselnd, in ruhigeren, erzählenden Szenen hingegen sanfter und gefühlvoll. Dadurch konnte man die Stimmung auf dem Schiff gut mitempfinden und wurde so zum Erlebnis.
Während die Stimmung im ersten Teil des Musicals mit der Vorfreude auf die Jungfernfahrt der RMS Titanic und die vielen Erwartungen der Passagiere noch heiter, leicht und unbeschwert sowie fröhlich war, wurde der zweite Teil im Kontrast dazu mit den dramatischen Szenen des Untergangs der Titanic beeindruckend dargestellt. Auch die vielen DarstellerInnen auf der Bühne sorgten im Schauspiel, Tanz und Gesang dafür, dass die Szenen lebendig und spannend wirkten.
Das Musical war nicht nur spannend, sondern auch emotional mitreißend: Die einzeln vorgestellten, aus verschiedenen Gesellschaftsschichten stammenden, Passagiere hatten eigene Wünsche, Hoffnungen und Sorgen. Durch ihre unterschiedlichen Schicksale wirkte die Geschichte um die Jungfernfahrt und den Untergang der Titanic persönlicher und emotionaler und nicht nur wie ein Bericht über ein gesunkenes Schiff. Wirkungsvoll gelungen waren außerdem das Bühnenbild mit vielen Requisiten, die der damaligen Zeit entsprachen und die stilechten Kostüme. Man konnte deutlich erkennen, dass es große Unterschiede zwischen den Passagieren der ersten, zweiten und dritten Klasse gab. Dadurch wurde gezeigt, wie unterschiedlich die Menschen damals lebten. Gleichzeitig wurde klar, dass die Katastrophe am Ende alle Menschen – aus allen Klassen – betroffen hat: Viele Menschen (besonders aus der 2. und 3. Klasse) verloren ihr Leben, aber auch die geretteten Passagiere mussten mit dem Erlebten ihr Leben weiterleben.
Am Ende war das Publikum sichtlich beeindruckt von der vielschichtigen und facettenreichen Musical-Inszenierung und der künstlerisch überzeugenden Umsetzung aller Beteiligten. Dafür gab es viel Applaus und Standing-Ovation. Dennoch blieb bei vielen Zuschauerinnen und Zuschauern auch ein nachdenkliches Gefühl zurück: Das Musical thematisierte mit dem Untergang der Titanic auch wichtige Themen wie Hoffnung und Angst, aber auch Ungleichheit und Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft, die der heutigen Gesellschaft einen kritischen Spiegel vorhalten. Gleichzeitig wurde auch das ständige Streben nach „mehr“ – die Schnelllebigkeit unserer Zeit sowie die Unfähigkeit vieler Menschen Zufriedenheit zu finden kritisiert.
Insgesamt war der Besuch im TfN eine lohnenswertes und eindrucksvolles Erlebnis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
von Schülerinnen und Schülern der G8 verfasst
