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Geschichte kreativ und anschaulich umgesetzt
Im Rahmen der fachspezifischen Leistung im Fach Geschichte haben sich die Schülerinnen und Schüler des Geschichtskurses der G9a und G9b (Deutsch) bei Frau Köhler intensiv mit der Weimarer Republik und dem Nationalsozialismus beschäftigt. Ziel war es, Geschichte nicht nur aus dem Schulbuch kennenzulernen, sondern historische Entwicklungen zu verstehen und auf kreative Weise sichtbar zu machen.
Dabei sind sehr unterschiedliche und persönliche Projekte entstanden. Besonders eindrucksvoll sind die Erinnerungskoffer und -boxen, in denen historische Themen mithilfe von Texten, Symbolen und ausgewählten Gegenständen dargestellt werden. Ein Erinnerungskoffer zum jüdischen Leben im Nationalsozialismus erzählt von fiktiven persönlichen Schicksalen, die sich an historischen Gegebenheiten orientieren. Selbst gestaltete Briefe und Tagebücher, gemalte Bilder und sorgfältig ausgewählte Alltagsgegenstände ermöglichen einen sensiblen und nachvollziehbaren Zugang zu diesem schwierigen Thema.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Goldenen Zwanzigern. In einer Erinnerungsbox setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Gegensätzen dieser Zeit auseinander – mit wirtschaftlichen Krisen wie der Hyperinflation, aber auch mit Aufbruch, kultureller Vielfalt und neuen Lebensstilen. Themen wie Mode, Musik, Film und Tanz zeigen, wie sehr sich Alltag und Gesellschaft in den 1920er-Jahren wandelten. Eigene Texte und Illustrationen helfen dabei, diese Epoche anschaulich darzustellen.
Ergänzt werden die Projekte durch Lapbooks, die sich unter anderem mit dem Reichstagsbrand sowie den nationalsozialistischen Jugendorganisationen Hitlerjugend (HJ) und Bund Deutscher Mädel (BDM) befassen. Dabei wird deutlich, wie stark Kinder und Jugendliche in das System eingebunden wurden und welche Rolle diese Organisationen bei der ideologischen Beeinflussung junger Menschen spielten.
Auch Erklärfilme sind entstanden. Sie beschäftigen sich mit dem Aufstieg der NSDAP sowie mit dem Sport in der Weimarer Republik. Der Film zum Aufstieg der NSDAP zeigt, wie politische Unsicherheit, wirtschaftliche Krisen und gezielte Propaganda den Weg der Partei an die Macht erleichterten. Der Film zum Sport macht sichtbar, welche Bedeutung Sport und Vereine für Gemeinschaft und Identität hatten – und wie sich der Sport vom offenen Vereinsleben der Weimarer Republik hin zu einem Instrument nationalsozialistischer Ideologie wandelte. So wird Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erlebbar.
