Europa-Tag in der Molitoris-Schule

Um das Thema „Europa” auch einmal in das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu rücken, hat der Fachbereich Geschichte und Sozialwissenschaften der Molitoris-Schule unter der Leitung der Fachbereichsleiter Simon Voges und Lisa Spittel erstmalig einen Europa-Tag für die Harsumer Schule organisiert.

Eine Ausstellung im Forum der Molitoris-Schule informierte die Schülerinnen und Schüler über die zu Europa gehörenden Länder, die Geschichte der Europäischen Union sowie deren Ziele und Werte. Vor der Schule wurde für diesen besonderen Tag die EU-Flagge gehisst.

Um deutlich zu machen, dass Europa und die EU keinesfalls nur auf politische Aspekte reduziert werden dürfen, kümmerten sich der Profilkurs 9/10 „Gesundheit und Soziales” mit der Leiterin Melanie Lawrenz sowie der Wahlpflichtkurs Französisch mit der Lehrerin Eva Stöckl um die kulinarische Seite Europas und boten für die ganze Schulgemeinschaft eine Auswahl leckerer europäischer Spezialitäten an, wobei Crêpes und Croissants nicht fehlen durften.

Der Höhepunkt des Tages war dann eine Diskussion der Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Gymnasialzweiges mit dem Landtagsabgeordneten Markus Brinkmann aus Sarstedt auch über das Erscheinungsbild und die Vorzüge der Europäischen Union.

Markus Brinkmann berichtete den interessierten 10. Klässlern im Verlauf der Diskussion über Projekte in der näheren Umgebung, die von der EU gefördert wurden und aktuell auch noch werden. „Europa kann man sich nicht nur in Brüssel anschauen, sondern auch in den umliegenden Ortschaften”, so der Landtagsabgeordnete. Außerdem betonte Markus Brinkmann die Notwendigkeit der europäischen Fördermittel insbesondere für die süd- und osteuropäischen Länder der EU. Durch ein tief verzweigtes Geflecht von diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen stellt die EU den Frieden zwischen den europäischen Großmächten sicher.

Während der Gesprächsrunde diskutierten die Schülerinnen und Schüler mit Markus Brinkmann auch über einen möglichen Eintritt der Türkei in die EU sowie den aufkommenden Rechtsdruck in Europa.

Insgesamt erlebten die Molitoris-Schüler einen informativen und gelungenen Vormittag, der sie sowohl kulinarisch als auch politisch weit in die Welt gucken ließ.

Molitoris-Schule bekommt Anbau

Petrus war auf der Seite der Molitoris-Schule beim Spatenstich für den neuen Anbau. Noch eine halbe Stunde zuvor hatte es in Strömen geregnet, doch pünktlich zu Beginn der Veranstaltung strahlte die Sonne vom Harsumer Himmel.

So konnte dann auch Landrat Olaf Levonen, der Landkreis Hildesheim ist Schulträger der Molitoris-Schule, trockenen Fußes gemeinsam mit Schulleiterin Dr. Urte Kyas, dem betreuenden Architekten Robert Marlow, dem Leiter des Baudezernates des Landkreises Hildesheim sowie dem Harsumer Gemeindebürgermeister Marcel Litfin zur Tat schreiten und den symbolischen ersten Spatenstich zum Bau von 12 Klassenräumen sowie mehreren Differenzierungsräumen vornehmen. Geplant ist für den Anbau eine zweigeschossige Lernlandschaft, deren Highlight sicherlich das begrünte Flachdach mit Dachterrasse sein wird.

Um den Anbau gut in die vorhandenen Gebäudeteile integrieren zu können, muss der Schulhof der Molitoris-Schule in nördliche Richtung verlegt und komplett neu gestaltet werden. Die Arbeiten hierfür haben bereits im Februar 2018 begonnen und sollen bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein. Die Molitoris-Schüler bekommen dann nicht mehr einen herkömmlichen Schulhof, sondern eine moderne Pausenhofgestaltung mit Fußballfeld, Basketballarea und „Chilldesks”, so der betreuende Architekt Marlow. Diese Ausführungen wiederum weckten bei Landrat Olaf Levonen eher die Vorstellung eines Freizeitparks. „Auf die Eröffnung des neuen Schulhofs freue ich mich schon jetzt!”

Der neue Anbau soll im Sommer 2019 fertig sein und auch „die Kosten werden im Finanzierungsrahmen bleiben, was ja in der heutigen Zeit nicht unbedingt selbstverständlich ist!”, erläuterte Architekt Marlow. Insgesamt investiert der Landkreis Hildesheim 5,1 Millionen Euro in die Molitoris-Schule.

Harsums Gemeindebürgermeister Marcel Litfin begrüßt die Investitionen des Landkreises, da die Molitoris-Schule ein wichtiger Standortfaktor für die Gemeinde Harsum sei. Gemeinsam mit Landrat Levonen hofft Marcel Litfin auf den zeitnahen Neubau einer Mensa, die dann auch von der Gemeinde Harsum als Veranstaltungszentrum mit genutzt werden kann.

Über eine stetige positive Entwicklung der Schülerzahlen konnte Dr. Urte Kyas, die Schulleiterin der Molitoris-Schule berichten. Obwohl natürlich mehr die inneren pädagogischen Werte zählen, ist ein positives äußerliches Erscheinungsbild der Schule selbstverständlich auch wichtig. Durch die Investitionen des Landkreises Hildesheim können sich die Schülerinnen und Schüler in der Molitoris-Schule wohlfühlen und erhalten hervorragende Lernbedingungen.

Buntes Frühlingsfest begeistert Senioren

Unterhaltung und Bewirtung vom Allerfeinsten erwartete auch in diesem Jahr die Gäste zum Frühlingsfest der Senioren in der Harsumer Molitoris-Schule.

Der Einladung des Wahlpflichtkurses Gesundheit und Soziales des 9. Jahrgangs sowie der Leiterin Melanie Lawrenz folgten rund 15 Seniorinnen und Senioren der Seniorenwohnheime aus Giesen und Harsum und erlebten wieder einen kurzweiligen Vormittag in der Molitoris-Schule.

Begrüßt wurden die Gäste im Forum der Schule mit schwungvollen lateinamerikanischen Rhythmen, zu denen die Mitglieder der Musical-AG unter der Leitung der Lehrer Kathrin Rogers und Sebastian Scharf einen Tanz einstudiert hatten. Anschließend erwartete die Seniorinnen und Senioren ein von den Lehrerinnen Almut Ahrens und Alexandra Werner frühlingshaft dekorierter Siestaraum. Hier gab es neben Getränken und selbstgemachten Leckereien der Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses zunächst einmal eine Überraschung für die Betreuer aus den befreundeten Seniorenwohnheimen. Schulleiterin Dr. Urte Kyas und Melanie Lawrenz, Lehrerin und Initiatorin der gemeinsamen Projekte mit den Seniorenwohnheimen aus Harsum, Giesen und Algermissen überreichten den hocherfreuten Betreuern Kooperationsurkunden, die in den Eingangsbereichen der Wohnheime sicherlich repräsentative Plätze finden werden. Damit wird die Freundschaft zwischen der Molitoris-Schule und den Seniorenwohnheimen nun auch in schriftlicher Form gebührend gewürdigt.

Verschiedene Klassen und Gruppen der Molitoris-Schule bereiteten den Seniorinnen und Senioren dann einen unterhaltsamen Vormittag. Die Klasse R9a trug unter der Leitung der Musiklehrerin Britta Wirths ein „Rhythmical” vor, die Klasse R5a hatte mit ihrer Klassenlehrerin Cornelia Mühle Gedichte für die Gäste vorbereitet und die Klasse R6b las den Seniorinnen und Senioren Fabeln vor. Musikalischer Höhepunkt war dann der erstmalige gemeinsame Auftritt der Lehrer Britta Wirths, Kathrin Rogers und Sebastian Scharf, die gemischte deutsch- und englischsprachige Evergreens sangen, sodass alle Seniorinnen und Senioren am Ende des Vormittags beschwingt und zufrieden wieder nach Hause fuhren.

Sekretärin geht in wohlverdienten Ruhestand

Karin Wodniok, seit 33 Jahren Sekretärin in der Harsumer Molitoris-Schule, wurde Ende April von der Schulleitung sowie den Kolleginnen und Kollegen mit warmherzigen Worten aus dem aktiven Sekretariatsdienst in den Ruhestand verabschiedet.

In den vergangenen drei Jahrzehnten erlebte Karin Wodniok große Umbrüche in der Schullandschaft. Damals war die Harsumer Schule noch eine Haupt- und Realschule, hatte seit Anfang der 80er Jahre eine Orientierungsstufe, die 2004 wieder aufgelöst wurde und erhielt 2011 schließlich den Status einer Oberschule mit gymnasialem Zweig.

In all diesen Jahren, in denen Karin Wodniok mehrere Schulleitungen erlebte, sorgte sie jedoch für Stabilität im Sekretariat. „Sie waren eine sichere Bank!” So bezeichnete Dr. Urte Kyas, die Schulleiterin der Molitoris-Schule, ihre Sekretärin, mit der sie vertrauensvoll aber auch humorvoll zusammenarbeiten konnte. Karin Wodniok war für Dr. Urte Kyas, aber auch für das gesamte Kollegium der Molitoris-Schule, eine zuverlässige Mitarbeiterin und Kollegin, die stets hilfsbereit allen zur Seite stand und auch immer einen leckeren Kaffee parat hatte.

Die besten Wünsche der Schulleitung und des Kollegiums der Molitoris-Schule begleiten KarinWodniok in ihren Un-Ruhestand.

Molitoris-Schule wird erneut Kreismeister

„Sauber, wir haben alle großen Gymnasien besiegt!” Mit diesen begeisterten Worten und dem Titel des Kreismeisters in der Wertungsklasse III im Gepäck kehrten der betreuende Sportlehrer Peter Siebenthaler und die Fußball-Jungenmannschaft (Jahrgang 2004/2005) der Molitoris-Schule vom Kreisentscheid „Jugend trainiert für Olympia” nach Harsum zurück.

Zuvor hatten die Jungen, die aus verschiedenen Klassen kommen und kaum die Gelegenheit zum gemeinsamen Training hatten, in der Vorrunde die Auswahl des Gymnasiums Himmelsthür mit 1:0 sowie die Realschule Himmelsthür mit 2:0 besiegt und gegen das Gymnasium Andreanum mit 0:0 ein Unentschieden erreicht. Damit war die Qualifikation für das Halbfinale locker erreicht. Und auch hier konnten die Jungen der Molitoris-Schule eine Hildesheimer Schule mit klangvollem Namen besiegen. Die Mannschaft der Robert Bosch-Gesamtschule unterlag knapp aber verdient mit 0:1.

Großen Einsatz und echten Kampfgeist bewiesen die Molitoris-Schüler schließlich auch im Finale gegen das Gymnasium Sarstedt. Nach der regulären Spielzeit stand es auf dem Platz des VfV 06 Borussia Hildesheim 1:1, ein Elfmeterschießen musste die Entscheidung über den Gewinn des Kreismeistertitels bringen. Doch die Harsumer Jungen behielten die Nerven, gewannen sehr zur Freude ihres betreuenden Sportlehrers das Fußball-Turnier und konnten damit den Erfolg des vergangenen Jahres wiederholen. „Das ist für uns eine Riesenerfolg!”, freute sich Peter Siebenthaler für die Mannschaft der Molitoris-Schule. Harsum ist und bleibt eben eine Fußball-Hochburg.

Durch den Gewinn des Kreismeistertitels in der Wertungsklasse III qualifizierte sich die Molitoris-Schule für den Bezirksentscheid, der in diesem Jahr Ende Mai in Sulingen ausgetragen wird.

Die Schulgemeinschaft der Molitoris-Schule gratuliert herzlich zu dem großartigen Erfolg und wünscht für den Bezirksentscheid alles Gute und viele Tore!

Zwillinge erzielen punktgleich bestes Ergebnis

Mathematik ist ganz gewiss eines der Unterrichtsfächer, bei dem die Geschmäcker ganz weit auseinandergehen. Entweder man liebt es oder man quält sich so durch die Schulzeit.

Drei, zu deren Lieblingsfächern Mathematik mit Sicherheit gehört, sind die Zwillinge Pia und Chiara Kleemann sowie ihr Klassenkamerad Jannik Schale aus der Klasse G6a der Molitoris-Schule in Harsum. Neben 45 anderen Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 6-8 nahmen sie am Känguru-Wettbewerb 2018 im Fach Mathematik teil.

Der Känguru-Mathematikwettbewerb fand bereits zum 24. Mal in Deutschland statt und wird federführend vom Institut Mathematik der Humboldt-Universität zu Berlin betreut. Über 11000 Schulen mit mehr als 900.000 Schülerinnen und Schülern haben sich deutschlandweit an dem Wettbewerb beteiligt. Logisches Denken, das Erkennen von Zusammenhängen, ein gutes geometrisches Vorstellungsvermögen sowie der gesunde Menschenverstand sind wichtige Fertigkeiten, die nicht nur für den Känguru-Wettbewerb sondern vor allen Dingen auch für das alltägliche Leben wichtig sind.

Besonders erfolgreich schnitten in diesem Jahr die Zwillinge Pia und Chiara Kleemann aus der Klasse G6a ab, die auch beide die gleiche Punktzahl erreichten. Außerdem erhielt Jannik Schale (G6a) als Sonderpreis ein T-Shirt für den „weitesten Känguru-Sprung“. Das heißt, dass Jannik Schale die meisten richtigen Antworten in Folge, in seinem Fall waren das 15, an der Molitoris-Schule abgegeben hat.

Alle Teilnehmer des Känguru-Wettbewerbs bekamen Urkunde und kleine Geschenke zur Erinnerung.

Die Schulgemeinschaft der Molitoris-Schule ist stolz auf die erzielten Leistungen, gratuliert allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern zu ihren guten Mathematik-Kenntnissen. Ein großer Dank gebührt auch der Mathematiklehrerin Carina Pudenz, die an der Molitoris-Schule in diesem Jahr den Känguru-Wettbewerb wieder so hervorragend betreut hat.

Vorlesewettbewerb Französisch

Am 11. April 2017 fand der alljährliche Vorlesewettbewerb Französisch in der Molitorisschule Harsum statt. Die zwölf Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs waren zuvor innerhalb ihrer Klassen anhand eines ersten Lesetextes ausgewählt worden.

In der ersten Runde traten Garret Franke (G7a), Nela Klammt (G7a), Merve Gergin (G7a), Tomke Koch (G7b), Sophia Scharschuch (G7b), Sören Schieber (G7b), Johanna Machens (7a), Alexa Frank (R7b) und Hauke Oppermann (7b)  gegeneinander an. Die Schülerinnen und Schüler hatten einen Text zu Hause vorbereitet, den sie ihren gespannt zuhörenden Mitschülern, aber auch der Fachschaft Französisch, die als Jury fungierte, vorlasen. Die Jury achtete hierbei besonders auf die Aussprache und Intonation, die Strukturierung und Flüssigkeit sowie die Lebendigkeit des Vortrags. Alle Teilnehmer lasen nach nur zwei Jahren Französischunterricht sehr gut vor. Sören Schieber und Garret Franke überzeugten durch seine Sprachrichtigkeit, Nela Klammt durch die Flüssigkeit ihres Vortrags und Alexa Frank durch ihre Betonung.

Die vier Auserwählten duften in der letzten und entscheidenden Runde nach einer kurzen Vorbereitungszeit einen ihnen unbekannten Text vortragen. Beim Betreten des Raumes wurden sie bereits durch lautes Jubeln der Zuhörer begrüßt. Alle drei lasen den zweiten Text fast genauso gut wie den ersten bereits eingeübten Text vor und ernteten dafür großes Lob. Die Jury machte es sich nicht leicht, einen Sieger unter ihnen zu wählen, entschied sich schließlich aber für Sören Schieber, der den Text fast fehlerfrei vorgetragen hatte.

Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde sowie leckere Süßigkeiten aus Frankreich als Anerkennung ihrer besonderen Leistungen. Der Sieger erhielt zusätzlich einen französische Comic und eine Astérix-DVD.

 

Molitoris-Schüler siegen beim Landesentscheid „Schüler experimentieren”

Nach Herzenslust Kaugummi kauen in der Schule, um der Wissenschaft zu dienen. Eigentlich ein undenkbarer Traum für jeden Schüler. Und doch ging er für Bela Bernhagen und Andrew-Phil Morrison, beide Schüler der Klasse G6b der Harsumer Molitoris-Schule, in Erfüllung, denn dank ihrer Teilnahme am Wettbewerb Jugend forscht-Schüler experimentieren, war das für viele Erwachsene einfach nur lästige Kaugummi kauen nicht nur erlaubt, sondern für wissenschaftliche Zwecke ausdrücklich erwünscht!

Mit ihrem Sieg beim Regionalwettbewerb „Schüler experimentieren” im Februar in der Halle 39 in Hildesheim hatten sich die beiden Sechstklässler für den Landeswettbewerb in Oldenburg Anfang April qualifiziert. So fuhren sie dann gleich nach den Osterferien gemeinsam mit ihren betreuenden Lehrerinnen Elisabeth Schubert und Kerstin Köhler in der Vorfreude auf interessante Tage und ein schönes Rahmenprogramm, aber eben eigentlich ohne große Erwartungen, nach Oldenburg los.

Die Idee zu ihrem Projekt, also zu erforschen, wie festgewordenes, eingetrocknetes Kaugummi am besten entfernt werden kann, hatten Bela Bernhagen und Andrew-Phil Morrison während eines Klassenausflugs. Da sahen sie nämlich auf den Pflastersteinen in der Stadt zahlreiche unschöne festgetretene Kaugummis und überlegten, wie man die wohl am besten mit Hausmitteln wegbekommen könnte.

So experimentierten Bela Bernhagen und Andrew-Phil Morrison zu Hause und in der Jugend forscht-AG in der Molitoris-Schule, recherchierten im Internet und arbeiteten sich nach wissenschaftlichen Kriterien in das Thema „Kaugummi entfernen” ein. Sie testeten Kaugummi auf Holz, Stein, Teppich und auf dem Gummi von Schuhsohlen. Geht Kaugummi etwa mit Wärme oder Reinigungsmittel oder Haarspray oder mit Kälte am besten wieder ab? Nach zahlreichen Versuchsreihen, bei denen natürlich auch darauf geachtet wurde, dass immer die gleiche Sorte Kaugummi die gleiche Zeit durchgekaut wurde, stand für die beiden Jungforscher Bela und Andrew-Phil schließlich fest: Eisspray ist das beste Mittel, um auf Holz, Teppich, Steinen oder unter Schuhen klebendes Kaugummi wieder abzubekommen. Denn durch das Eisspray, das mit -25 Grad Celsius kühlt, wird das Kaugummi bröckelig und kann dann relativ leicht entfernt werden.

Dieses Praxisprojekt aus dem Alltag und auch die wissenschaftliche Vorgehensweise von Bela Bernhagen und Andrew-Phil Morrison überzeugt die Jury beim Landeswettbewerb in Oldenburg, sodass sich die beiden Molitoris-Schüler im Bereich Chemie gegen sieben weitere Projekte durchsetzen und den Landessieg erringen konnten. In ihrer Laudatio schreibt die Jury: „Lieber Andrew, lieber Bela, echt eklig! Kaugummireste sind vielerorts ein großes Ärgernis. Daher stellt euer Projekt zum Entfernen von Kaugummis eine willkommene Lösung für ein bekanntes Problem dar. Zudem ist die Lösung recht einfach und auch nicht teuer. Einfach durch Abkühlen, am besten mit Kältespray, aber auch mit Eiswürfeln, lassen sich die klebrigen Reste nahezu ohne Rückstände schließlich recht einfach abkratzen. Eine saubere Sache!”

Die Schulgemeinschaft der Molitoris-Sieg gratuliert Bela Bernhagen und Andrew-Phil Morrison sehr herzlich zu diesem Sieg, der sicherlich auch für andere Schülerinnen und Schüler der Molitoris-Schule ein Ansporn sein wird, selbst einmal bei Jugend forscht-Schüler experimentieren dabei zu sein.

R6b dreht Szenen zu „Momo”

Über das, was heute technisch in der Schule und speziell in den Tablet-Klassen möglich ist, informierten sich Seniorinnen und Senioren aus dem Seniorenwohnheim St. Elisabeth in Harsum bei den Schülerinnen und Schülern der Klasse R6b der Molitoris-Schule.

Die 6. Klässler hatten im Deutschunterricht das bekannte Kinderbuch „Momo” von Michael Ende gelesen und im Anschluss von ihrer Deutschlehrerin Melanie Lawrenz die Aufgabe bekommen, mit ihren Tablets in Gruppen kleine Filme zu „Momo” zu drehen. Die Arbeitsgruppen suchten sich selbst Szenen aus dem Buch aus, schrieben teilweise sogar Drehbücher und begannen dann mit den Dreharbeiten der Szenen, die zwischen 3 und 5 Minuten lang werden sollten.

Technische Hilfestellung lieferte auch Lisa Spittel, die Klassenlehrerin der R6b, die mit ihrem Wissen rund um das iPad mit Rat und Tat ihren Schülerinnen und Schülern zur Seite stand. Dank der in jedem Tablet integrierten Kamera, der App „iMovie” und der hohen Motivation der R6b ergaben sich jedoch kaum technische Schwierigkeiten

Wie lange dann aber doch die Dreharbeiten einer vergleichsweise kurzen Szene dauerten, erfuhren die Schülerinnen und Schüler recht schnell. Doch eigneten sie sich in der siebenwöchigen Arbeitsphase umfangreiches Wissen über Kameraeinstellungen, die Wirkung von farbigen und schwarz-weiß Aufnahmen, die Tonlautstärke während der Aufnahme und nicht zuletzt das Unterlegen von Szenen mit Musik an, sodass diese neu erworbenen Kenntnisse sicher auch im alltäglichen Leben der Jungen und Mädchen von großem Nutzen sein können.

Die Harsumer Seniorinnen und Senioren staunten sehr über die technischen Möglichkeiten in der Molitoris-Schule und waren auch beeindruckt von den schauspielerischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler der Klasse R6b. Rasch entwickelten sich Gespräche über Schule früher und heute, in denen die Senioren auch gern über ihre eigenen Erlebnisse und Erfahrungen ihrer Schulzeit vor rund 70 Jahren erzählten.

Zum Abschluss des interessanten Vormittags in der Molitoris-Schule spielten Jung und Alt dann noch gemeinsam den Spiele-Klassiker überhaupt: „Mensch ärgere dich nicht” verbindet einfach Generationen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Molitoris-Schule verabschiedeten sich die Seniorinnen und Senioren und fuhren voller neuer technischer Eindrücke zurück in das Seniorenwohnheim St. Elisabeth

 

MINT-Woche 2018

Chemietheater auf Englisch, LEGO Mindstorms, Alles Nano – oder was?, Geocaching, „Mich laust der Affe” – Verhaltensbiologie mit Zoobesuch, Fische und Angeln, Das große Krabbeln, Sprachenvielfalt an unserer Schule und Landwirtschaft – Leben auf dem Bauernhof, so lauteten die spannenden Themen der diesjährigen MINT-Woche, die alljährlich im Gymnasialzweig der Molitoris-Schule angeboten wird und den Harsumer Schülerinnen und Schülern die Naturwissenschaften sowie das naturwissenschaftliche Arbeiten näher bringen soll.

Als bereits zweifach zertifizierte MINT-Schule in Niedersachsen, eine Auszeichnung, die nur rund 10 Schulen in Niedersachsen überhaupt erhalten haben, hat es sich die Molitoris-Schule zur Aufgabe gemacht, den Schülerinnen und Schülern die Fächer Mathematik, Informatik, Physik/Chemie/Biologie und Technik nicht nur im Unterricht, sondern auch in Projekten zu vermitteln. Aus dieser Idee heraus ist vor einigen Jahren die erste MINT-Woche angeboten worden, die den Schülern so viel Spaß mit den Naturwissenschaften bereitet hat, dass sie seitdem zum Jahresprogramm des Gymnasialzweiges gehört.

Wie faszinierend Technik und Naturwissenschaften ineinandergreifen, zeigte sich u.a. im LEGO Mindstorms-Projekt, bei dem sich die Teilnehmer mit Hilfe selbst gebauter und programmierterFahrzeuge auf eine Mars-Mission begeben könnten. Zur Übung gab es vorab weitere, einfachere Missionen, die erfüllt werden mussten.

Aber auch die Erkundung zweier Bauernhöfe in Algermissen, der Besuch der Algermissener Biogasanlage und des Heimatmuseums in Algermissen, in dem landwirtschaftliche Geräte vonfrüher kennengelernt wurden, machten den Gymnasiasten der Molitoris-Schule deutlich, wie eng verzahnt alle naturwissenschaftlichen Bereiche sind.

Gleich zwei Projektgruppen besuchten im Rahmen der MINT-Woche den Erlebniszoo in Hannover. Mit Hilfe von GPS-Geräten und einer Geocaching-Tasche, die man sich zu einem kleinen Entgelt im Zoo ausleihen kann, lässt sich im Zoo Hannover prima dem Trendhobby Geocaching nachgehen. Aber nicht nur dort, auch direkt in Harsum gibt es mittlerweile viele Caches, die entdeckt werden wollen. Wie ein GPS-Gerät funktioniert, lernt man damit quasi nebenbei.

Die zweite Projektgruppe, die im Zoo Hannover unterwegs war, beschäftigte sich mit der Verhaltensbiologie und analysierte dabei u.a. das Verhalten von Brillenpinguinen. Beim Projekt „Das große Krabbeln” erfuhren die Schülerinnen und Schüler Wissenswertes über Bienen, Heuschrecken und andere Krabbeltiere. Samenbomben wurden in dem Projekt ebenso hergestellt wie Insektenhotels. Über den auch in der Industrie vielfach verwendeten Lotus-Effekt forschten die Jungen und Mädchen in dem Projekt „Alles Nano – oder was?”

Zum Abschluss der MINT-Woche präsentierten am Freitagnachmittag alle Projektgruppen ihre Dokumentationen und Arbeitsergebnisse in der Molitoris-Schule. Viele Eltern, Familienangehörige und Freunde kamen und nahmen sich viel Zeit, um die Arbeit der Schülerinnen und Schüler genau zu betrachten und zu würdigen.

So machte auch die diesjährige MINT-Woche wieder Lust, sich intensiv über den schulischen Alltag hinaus mit den Naturwissenschaften und Technik zu beschäftigen.