Berufsweltorientierung in der Molitoris-Schule

Ein großer neuer Trecker rollte früh morgens langsam vor die Eingangstür der Turnhalle der Molitoris-Schule in Harsum. Bunte Stellwände und zahlreiche Kartons wurden in die Halle getragen. Ein stetiges Herein und Heraus zeigte, hier wurde wieder viel für die Schülerinnen und Schüler der Molitoris-Schule vorbereitet.

Nach dem großen Erfolg und der überaus positiven Resonanz der Veranstaltungen in der vergangenen beiden Jahren hatte die Harsumer Molitoris-Schule wieder zur „Berufsweltorientierung“ für die Klassen des 9. Jahrgangs sowie die 8. Klasse des Hauptschulzweiges eingeladen, wobei in diesem Jahr erstmalig die UP Consulting GmbH aus Rotenburg/Wümme federführend die Vorbereitung des Projektes im Auftrag des Kultusministeriums übernommen hatte.

21 Betriebe verschiedener Berufsbranchen stellten sich den Molitoris-Schülerinnen und -Schülern jeweils mit einem eigenen Stand vor. Während der gesamten Veranstaltung herrschte eine konzentrierte Gesprächsatmosphäre in der Sporthalle. Auszubildende und Ausbildungsleiter berichteten den Jugendlichen über ihren beruflichen Arbeitsalltag, die Ausbildungs- und natürlich auch über die späteren Verdienstmöglichkeiten, denn das Werben um neue Auszubildende ist in nahezu allen Branchen in vollem Gange. Die Firmen gehen hierbei aktiv auf die Schulabgänger zu und auch die UP Consulting GmbH beschritt mit der Veranstaltung in der Molitoris-Schule neue Wege durch den Einsatz einer speziellen App namens „Berufsweg“.

Die Schüler luden sich zu Beginn der Berufsweltorientierung diese App auf ihre Smartphones herunter, während die anwesenden Firmen von der UP Consulting ein Tablet mit der App zur Verfügung gestellt bekamen. Sinn und Zweck der App waren für die Veranstaltung in die Molitoris-Schule die Möglichkeiten von Terminabsprachen für sog. Speed-Datings, für die die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe der App Termine („Dates“) mit den Firmen nach der Mittagspause verabreden konnten, um über die eigenen individuellen Angelegenheiten, sei es ein Praktikum oder gar einen Ausbildungsplatz, gezielt sprechen zu können. Mit Hilfe der App kamen am Ende der Veranstaltung über 50 Vereinbarungen für Speed-Datings zusammen. Für diesen erstmaligen Einsatz der App ist  eine beachtliche Anzahl, zumal die Molitoris-Schule eben die Pilot-Schule für den Einsatz der App ist.

Grundsätzlich bietet die App den Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten. Sie können sich und ihr Profil in der App registrieren, während die Firmen ihrerseits ebenfalls ihr eigenes Profil anlegen können. So entsteht ein Matching-System, von dem alle Beteiligten nur profitieren können. Die App wurde sogar aufgrund ihres niedrigschwelligen Zugangs für Bewerber und Arbeitgeber vom Burda-Verlag und der IHK Hannover vor kurzem prämiert. Im Idealfall lockt die App die Schülerinnen und

Schüler von der Couch, um aktiv zu werden und kann als Drehscheibe der Kommunikation zwischen Schulen, Schülern und Betrieben genutzt werden.

Der UP-Consulting als Veranstalter war es besonders wichtig, den Schülerinnen und Schülern der Molitoris-Schule im Rahmen der Berufsweltorientierung viele Berufe aus unterschiedlichen Branchen vorzustellen. So wurde bei der Auswahl der sechs Stände, die jeder Jugendliche im Verlauf des Vormittags besuchte, auf einen Branchenmix geachtet. Und durch das neu eingeführte Speed-Dating am frühen Nachmittag konnte jeder noch einmal oder auch zusätzlich den Stand eines Betriebes nach Wahl ansteuern, um auch wirklich alle noch offenen Fragen klären zu können. So konnten alle Interessen und Wünsche berücksichtigt werden.

Die Schülerinnen und Schüler äußerten sich insgesamt sehr zufrieden über die Berufsweltorientierung, denn hier hatten sie die Möglichkeit, eine Berufevielfalt kennenzulernen, die sich ihnen so sonst nicht bietet. Und besonders interessant war es dann, wenn sie an einigen Ständen auf ehemalige Molitoris-Schüler trafen, die sich nach ihrem Abschluss für eine berufliche Ausbildung entschieden hatten und jetzt für einen Betrieb in ihrer „alten“ Schule Rede und Antwort standen.

Infoabend weiterführende Schulen am 13.11.17

Der Infoabend für den Übergang an die weiterführenden Schulen (IGS, Gymnasium, Oberschule) findet am 13.11.17 um 19.30 Uhr an der Molitoris-Schule Harsum statt. Der Infoabend der Molitoris-Schule Harsum findet am Mittwoch, d. 06.12.17 um 17.00 Uhr statt!

Gemeinsamen Spielen verbindet Generationen

Auf Einladung der Klasse G5 und ihrem Religionslehrer Simon Voges waren sechs rüstige Seniorinnen des Seniorenwohnparks Giesen mit zwei Betreuern zu Gast in der Harsumer Molitoris-Schule. Schon seit mehreren Jahren besteht eine Kooperation zwischen dem Seniorenwohnpark und der Molitoris-

Schule, sodass häufiger Seniorinnen und Senioren zu Besuch in der Schule sind, vorwiegend um gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern zu kochen oder zu backen. Doch nun stand zum ersten Mal etwas ganz anderes auf dem Plan: gemeinsames Spielen.

Entstanden war die Idee im Religionsunterricht der G5, in dem sich die Mädchen und Jungen mit ihrem Lehrer Simon Voges über Leben miteinander, Kinderrechte und schließlich auch über Schule früher und heute unterhielten. Warum also sollte man nicht einmal einen Vormittag mit gut bekannten Senioren in der Molitoris-Schule verbringen und sich über gemeinsame Themen austauschen? Und rasch hatten die Schülerinnen und Schüler auch den Gedanken, dass gemeinsames Spielen doch wohl allen Spaß machen würde.

Die Mädchen und Jungen der G5 waren sehr gespannt auf ihre Gäste, mit denen sie sich im

Siestaraum der Molitoris-Schule treffen wollten. Zahlreiche Gesellschaftsspiele, wie z.B. „Uno”, „Vier gewinnt“ und „Mensch ärgere dich nicht“ wurden von zu Hause mitgebracht und so stand einem frohen Vormittag nichts mehr im Weg. Tatsächlich hatten weder die Seniorinnen im Alter von 84-95 Jahren noch die Schülerinnen und Schüler Hemmungen, kamen gut miteinander ins Gespräch und einigten sich schnell auf gemeinsame Spiele in ihren Tischgruppen. Interessanterweise stand bei fast allen Spielgruppen der altbewährte Klassiker „Mensch ärgere dich nicht“ hoch im Kurs. Beim gemeinsamen Spielen ergaben sich fast automatisch viele Gespräche über das Thema „Schule“ und die Giesener Seniorinnen erzählten bereitwillig einige Anekdoten aus ihrer eigenen Schulzeit.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen verabschiedeten sich die Seniorinnen gut gelaunt von ihren Gastgebern der G5. Allen wird dieser schöne Vormittag und das gemeinsame Spielen sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben!

Lese-Eulen für die Bücherei

Irgendwann ist es in jeder Bücherei einmal Zeit, alte und schon lange nicht mehr ausgeliehene Bücher aus den Regalen zu räumen, um Platz für neue Bücher zu schaffen. Eine solche Ausräumaktion findet natürlich auch in der Schülerbücherei der Harsumer Molitoris-Schule statt. Nur, was macht man dann mit den Büchern? Einfach in den Altpapiercontainer werfen, geht doch eigentlich nicht!

Das dachte sich jedenfalls Melanie Kienert, die Leiterin des Wahlpflichtkurses (WPK) Schulbücherei der Klassen H6/H7/H8, und hatte auch rasch eine Idee, wie man die ausrangierten Bücher sinnvoll recyceln könnte, nämlich mit dem Basteln von Lese-Eulen, die dann den Raum der Schulbücherei auch noch netter aussehen lassen.

Gemeinsam mit den Jungen und Mädchen des WPK Schulbücherei trennte Melanie Kienert vorsichtig die Seiten aus den alten Büchern. Immer zwei Seiten wurden dann zusammengeklebt und eine vorbereitete Eulen-Schablone auf die Seiten gelegt, die Umrisse nachgezeichnet und anschließend ausgeschnitten. Nun bekamen die Lese-Eulen noch Augen, Schnabel und zur Dekoration ein Herz auf den Bauch und schon war die Buchkunst fertig.

Aus den einzelnen Lese-Eulen fertigten die Schülerinnen und Schüler dann Girlanden, die sie für die ganze Schulgemeinschaft sichtbar an den Glasscheiben der Bücherei aufhingen. An diesem Vormittag konnte jedes Mitglied des WPK Schulbücherei seine kreative Ader so richtig ausleben.

WPK Hauswirtschaft beim Kartoffelfest

Bei herrlichem Herbstwetter und strahlendem Sonnenschein beteiligte sich der Wahlpflichtkurs (WPK) Hauswirtschaft der Klassen H9 und H10 am Kartoffelfest der Händler des Harsumer Wochenmarktes, der jeden Donnerstag von 14.00-18.00 Uhr auf dem Festplatz neben der Feuerwehr stattfindet.

Den ganzen Vormittag über bereiteten die Mädchen und Jungen des WPK gemeinsam mit ihrer Lehrerin Kathrin Rogers in der Schulküche der Harsumer Molitoris-Schule Folienkartoffeln sowie leckeren Kräuterquark und Tomate-Schinken-Quark als Dips für die Kartoffeln vor.

Ausgestattet mit allem, was für den Verkauf und den Verzehr der Folienkartoffeln auf dem Wochenmarkt benötigt wurde, gingen die Schülerinnen und Schüler dann auf den Festplatz und der Verkauf konnte beginnen.

Dank des guten Wetters ließen die Kunden auch nicht lange auf sich warten, sodass die Lehrerin Kathrin Rogers im Laufe des Nachmittags bald vermelden konnte, dass die Folienkartoffeln ausverkauft waren. Stolz und zufrieden konnten die Mädchen und Jungen des Wahlpflichtkurses Hauswirtschaft dann ihren Stand wieder abbauen und mit gut gefüllter Kasse in die Schule zurückgehen. Die Mühen des Vormittags hatten sich gelohnt, das Kartoffelfest war gelungen!

Soziale Kompetenzen stärken

Projekttage mit sozialem Hintergrund sind ein wichtiges Element in der Arbeit einer Oberschule, so natürlich auch in der Molitoris-Schule in Harsum. Für jeden Jahrgang gab es deshalb auch in diesem Schuljahr wieder schulformübergreifende Projekte, die die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler stärken sollten. Zum Abschluss der Projektwoche präsentierten die Jahrgänge ihren Mitschülern sowie interessierten Eltern ihre Ergebnisse.
Der Schwerpunkt im 5. Jahrgang lag auf Projekten, die der Stärkung der Klassengemeinschaft dienen sollten, denn nach nur zwei Monaten an der Molitoris-Schule ist immer noch vieles neu und muss gefestigt werden.
Die 6. Klassen beschäftigten sich neben dem effektiven Lernen, das auch durch Yoga und Entspannungsübungen unterstützt werden kann, mit dem Thema des guten und richtigen Benehmens. In diesem Zusammenhang drehte die Klasse H6 mit der Klassenlehrerin Katharina Lesching einen Film, in dem sehr anschaulich verdeutlicht wurde, was Mobbing in der Schule anrichten kann. Der Film regte durch eindrucksvolle Szenen, die verschiedene Schulsituationen darstellten, zum Nachdenken an und machte deutlich, wie wichtig Freunde, Eltern und Lehrer für Mobbingopfer sind.
Um Medienvielfalt, die durch den Computer möglich wird, drehte sich alles im 7. Jahrgang. Neben dem Erstellen von Power Point-Präsentationen und Lapbooks sowie der strategisch richtigen Suche im Internet kreierten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Tablets kurze Erklärvideos zu Themen aller Art.
Die 8. Klassen lernten Freiherr von Knigge und seine Benimmregeln kennen, entwickelten darauf aufbauend Strategien zur Zivilcourage und lernten abschließend einige Tricks und Kniffe der Selbstverteidigung kennen.
Für die Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs standen Projekte zum Thema Drogen und Alkohol, Sport und Gesundheit sowie der Medienkompetenz auf dem Programm. Mit Hilfe zahlreicher Plakate zeigten die 9. Klässler am Präsentationstag, was sie an den drei vorangegangenen Projekttagen erfahren und erarbeitet hatten.
Besonders intensiv waren die sozialen Projekte wie in jedem Jahr für die 10. Klassen der Molitoris-Schule, denn das Thema Rechtsradikalismus wurde von allen Seiten beleuchtet und durch den Besuch der Gedenkstätte Mittelbau-Dora nördlich von Nordhausen in Thüringen auch ganz plastisch erfahrbar gemacht. Selbstverständlich durfte auch die Thematisierung von Exzessen rechtsextremistischer Gewalt der jüngeren Vergangenheit nicht fehlen, um die Jugendlichen für den Umgang mit aktuellen rechtsextremistischen Tendenzen und Strömungen sensibel zu machen.
So dienten die sozialen Projekttage auch in diesem Jahr einmal mehr dem Ziel, Kinder und Jugendliche für die Zukunft fit zu machen, frei nach dem Motto: Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir!

Zusammen den „neuen“ Rhythmus finden

Die ersten Töne des bekannten Hits „Astronaut“ von Andreas Bourani erklingen im Musikraum der Molitoris-Schule. Konzentriert warten die Mädchen und Jungen der Klasse R5b auf ihren Einsatz mit den Cajons. Unter der Leitung von Trommellehrer Ralf Dittrich sowie der Musik- und Klassenlehrerin Britta Wirths finden sich alle Schülerinnen und Schüler sofort in den Rhythmus ein und gemeinsam trommeln sie zu dem Hit, den natürlich alle kennen und den einige Kinder auch noch mitsingen.
Das Trommelprojekt wird seit Beginn dieses Schuljahres in allen 5. Klassen der Harsumer Molitoris-Schule genauso durchgeführt wie in den Oberschulen in Bockenem, Nordstemmen, Söhlde sowie der Augustinusschule in Hildesheim. Die Idee stammt von Ralf Dittrich, der in Sarstedt eine Trommelschule betreibt und im Jahr 2015 die Aktion „Trommeln ist weltklasse“ in Hildesheim initiiert hat, die letztendlich mit dem Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde erfolgreich abgeschlossen wurde. Auch zahlreiche Klassen der Molitoris-Schule hatten sich vor zwei Jahren an der Aktion beteiligt.
Ralf Dittrich und vier weitere Dozenten kommen einmal pro Woche in den Unterricht der 5. Klassen und haben schon nach kurzer Zeit begeisterte Schülerinnen und Schüler. „Trommeln macht Spaß“, erzählt Eike aus der R5b und sein Klassenkamerad Felix ergänzt:„ Cool, dass wir das mit Musik machen und dann werden wir auch noch in zwei Gruppen geteilt.“ Laut Ralf Dittrich ist das schon die „höhere Kunst des Trommelns“. Aber die Mädchen und Jungen sind eben mit Feuereifer dabei und üben sogar freiwillig zu Hause. Einige haben mittlerweile eigene Cajons, aber ein Tisch oder eben die eigenen Knie tun es auch.
Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Rhythmen kennen, vorwiegend wird jedoch im 4/4-Takt getrommelt. Wichtig ist, dass man aufeinander hört und aufpasst. In der Klasse R5b ist das kein Problem, denn getrommelt wird hauptsächlich zu Musik, die die Kinder sonst auch hören und allein das ist den meisten schon Motivation genug.
Der Trommellehrer Ralf Dittrich ist der Überzeugung, dass Trommeln neben Singen am einfachsten und ohne großen Aufwand zu machen ist. Trommeln fördert neben den motorischen und sprachlichen Fähigkeiten auch das Gemeinschaftsgefühl gerade bei neu zusammengestellten 5. Klassen, denn „trommeln können sie alle“, so die Überzeugung von Ralf Dittrich.
In Zusammenarbeit mit der Musikschule Hildesheim und großzügiger finanzieller Unterstützung durch die Sparkasse Hildesheim, die Heinrich Dammann-Stiftung sowie der Klosterkammer Hannover kann das Trommelprojekt in insgesamt 15 5. Oberschulklassen im 1. Schulhalbjahr 20 Wochen lang durchgeführt werden. Die Cajons mussten die beteiligten Schulen selbst anschaffen. In der Molitoris-Schule war dies dank des Fördervereins „Freundeskreis der Molitoris-Schule“ kein Problem.
Besonders wichtig ist Ralf Dittrich, dass das Trommelprojekt möglichst früh am Tag stattfindet. „Das macht was Positives mit dem Gemeinschaftsgefühl der Kinder.“ Und davon profitieren alle Kinder und Lehrer den ganzen Tag.

Wählen wie die Erwachsenen

Im Vorfeld der Bundestagswahl ermöglichte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung sowie dem Niedersächsischen Kultusministerium Schülerinnen und Schülern ab dem 9. Jahrgang die Teilnahme an der Juniorwahl. Auch die Molitoris-Schule in Harsum hat sich mit den Klassen des 9. und 10. Jahrgangs daran beteiligt.

Bei der Juniorwahl geht es um das Üben und Erleben von Demokratie. Zunächst befassten sich die Klassen im Politikunterricht mit dem Thema „Demokratie und Wählen“, abschließend ging es dann an die Wahlurnen.

Der Fachbereich Gesellschafts- und Sozialwissenschaft (GSW) unter der Leitung der Fachbereichsleiterin Lisa Spittel hatte die Juniorwahl gründlich vorbereitet. Wie am Wahlsonntag in jedem Wahllokal gab es auch in der Molitoris-Schule Wahlhelfer. Mit Leonhard Groger, Jannis Walz und Timo Prause hatten sich drei Schüler der Klasse R9a bereit erklärt, zur Vorbereitung der Juniorwahl Wahlkarten für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler der Jahrgänge 9 und 10 vorzubereiten und auszuteilen, die dann am Tag der Juniorwahl neben dem Personalausweis mitzubringen waren. Also alles wie bei der „echten“ Wahl!

Die Teilnahme an der Juniorwahl war für alle Mädchen und Jungen, eben auch wie im wahren Leben, freiwillig. Die drei Wahlhelfer aus der Klasse R9a führten das Wählerverzeichnis und gaben dann an alle Wählerinnen und Wähler den Wahlschlüssel, einen PC-Code, aus, denn die Juniorwahl wurde in allen Schulen online am Computer durchgeführt. Im Computerraum der Molitoris-Schule hatten die Wahlhelfer und die betreuende Lehrerin Lisa Spittel vier Wahlkabinen eingerichtet und nach Ende der Wahl wurde dann das Ergebnis per Knopfdruck an www.juniorwahl.de übermittelt.

Das offizielle Ergebnis der Juniorwahl wird natürlich auch erst nach der Bundestagswahl bekanntgegeben, um Wähler nicht zu beeinflussen. Auf jeden Fall kann die Juniorwahl bei der Gewinnung von Erstwählern helfen, denn verschiedene wissenschaftliche Studien, die seit der ersten Juniorwahl im Jahr 1999 bundesweit erhoben wurden, belegen eine Steigerung der Wahlbeteiligung von jungen Erwachsenen und deren Eltern. Wer an einer Juniorwahl teilgenommen hat, geht eher zur Wahl. Und Spaß macht die Juniorwahl den Mädchen und Jungen auch, denn gleich mehrere Molitoris-Schüler meldeten ihr Interesse als Wahlhelfer an: „Nächstes Mal mache ich das auch!“

„Ich habe mich sofort in Felix Klaus verliebt“

Was für ein aufregender Tag in der Molitoris-Schule: Endlich standen einmal nicht Deutsch, Mathe und Englisch auf dem Stundenplan, sondern nur Sport, Sport, Sport! Möglich gemacht hat das die Veranstaltung „Profis in der Schule“.

Nachdem die Harsumer Schule im Frühjahr 2017 den Zuschlag für die Ausrichtung vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV) als eine von fünf Schulen in ganz Niedersachsen bekommen hatte, begann für das Organisationsteam um den Lehrer Julian Brennecke, den Fachbereichsleiter Sport der Molitoris-Schule Peter Siebenthaler sowie für die Schulleiterin Frau Dr. Urte Kyas eine arbeitsintensive Zeit. Um den Schülerinnen und Schülern einen erlebnisreichen Tag rund um den Sport, begleitet von Profis der Fußballabteilung von Hannover 96 sowie des ebenfalls in der 1. Bundesliga spielenden Handballteams der TSV Hannover-Burgdorf („Die Recken“), bieten zu können, war sich das Organisationsteam schnell einig, auch die Sportvereine aus dem Einzugsbereich der Molitoris-Schule um Unterstützung zu bitten und für die Veranstaltung „Profis in der Schule“ einzuladen.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Erwartungen von Schülerinnen und Schülern sowie dem Organisationsteam wurden nicht enttäuscht!

Strahlender Sonnenschein empfing die Profis von Hannover 96 und der TSV Hannover-Burgdorf sowie zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Sport und Wirtschaft in der Molitoris-Schule. Bis zum Veranstaltungsbeginn wussten die gespannten Schülerinnen und Schüler auch nicht, welche Profis vor allem von Hannover 96 in die Molitoris-Schule kommen würden. Umso größer war dann die Freude bei den zahlreichen Schüler-Fans, viele davon ausgestattet mit 96-Trikot oder einem Fußball zum Signieren bei der späteren Autogrammstunde, als sie die 96-Profis Felix Klaus und Julian Korb sowie die Handballer Joshua Thiele und Niklas Diebel von der TSV Hannover-Burgdorf mit dem Teammanager Benjamin Chatton und den Profi-Schiedsrichter Robert Schröder auf der Bühne im Forum der Molitoris-Schule lautstark begrüßen konnten.

Zuvor hatte das Cajon-Ensemble des 5. Jahrgangs unter der Leitung von Ralf Dittrich, der vor zwei Jahren auch schon die Molitoris-Schüler beim Cajon-Weltrekord mit dem darauffolgenden Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde begleitet hatte, mit rockigen Melodien der versammelten Schulgemeinschaft ordentlich eingeheizt und für beste Stimmung gesorgt.

Bei einer sich anschließenden Podiumsdiskussion berichteten alle Sportler über ihren Weg in den Profi-Bereich und machten den Molitoris-Schüler ganz deutlich: Ohne Ehrgeiz und Disziplin geht gar nichts. Dazu gehört eben auch, in der Schule so einigermaßen mitzukommen und auch die manchmal lästigen Hausaufgaben zu erledigen.

Im Anschluss hieß es Schlange stehen für eine ganze Schule, denn natürlich wollten alle Schülerinnen und Schüler Autogramme der Profis ergattern und vielleicht sogar ein Selfie mit ihnen machen. Schnell stellte sich heraus, dass bei den geduldig wartenden Jungen sich die Gespräche vorwiegend um die sportlichen Leistungen der Profis drehten, während die Mädchen  doch eher ins Schwärmen gerieten. „Der sieht so süß aus“, war dann auch des Öfteren von einigen weiblichen Fans zu hören. „Ich glaube, ich habe mich verliebt.“ Dementsprechend laut erfolgte auch die Unterstützung beim Einlagespiel der Profis gegen eine Molitoris-Auswahl, das die Schüler mit 5:4 bemerkenswerterweise für sich entscheiden konnten.

Um dem eigenen Traum vom Profi-Sportler etwas näher zu kommen, konnten sich alle Schülerinnen und Schüler auf dem Schulhof und in der Sporthalle an den von den heimischen Vereinen aufgebauten Ständen betätigen. Neben dem Spielmobil und der Hüpfburg des NFV lockten zahlreiche sportliche Angebote, wie z.B. Handballtorwand werfen, Fußballgolf, Balltrampolin oder Hochspringen.

Zum Abschluss des Tages trafen sich alle Schülerinnen und Schüler vor der großen Outdoor-Eventbühne auf dem Schulhof, um die Siegerklassen des Fußballturniers der Jahrgänge 6 und 7 im Street-Soccer-Court, des Basketball-Freiwurf-Turniers der Klassen 8 und 9 sowie der 10. Klassen in der Geschwindigkeitsmessung beim Fußballschießen gebührend zu feiern.

Die Schulgemeinschaft der Molitoris-Schule sowie das Organisationsteam bedanken sich ganz herzlich beim TV Eintracht Algermissen, dem 1. FC Nord, dem MTV Borsum, der MTV-SG Borsum/Harsum/Adlum sowie dem SC Harsum für die hervorragende Unterstützung und großartigen Aktionen, die die Veranstaltung „Profis in der Schule“ zu einem überaus gelungenen Tag rund um den Sport werden ließen.